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Tannheimer Tal

Das wohl "schönste Hochtal Europas"

Weitläufig liegt es da, eingerahmt von markanten Berggipfeln, die aber längst nicht so schroff wie in anderen Alpenregionen wirken. Wir befinden uns auf bereits 1100 Metern Höhe. Da scheinen die Gipfel der Zweitausender im Osten oder der isolierte Aussichtsgipfel im Norden Tannheims, der Einstein auf 1866 Meter Höhe, gar nicht so weit entfernt.

Juwel der Berge: Tannheimer Tal

Der Schriftsteller Ludwig Steub nannte das Tannheimer Tal das "schönste Hochtal Europas".
Das Tannheimer Tal ist ein etwa 1100 Meter hoch gelegenes Hochtal in den Tannheimer Bergen, einem Teil der Allgäuer Alpen im Tiroler Bezirk Reutte.

 

1377 wurde Tannheim eine eigene Pfarrei, bis dahin gehörte Tannheim zur Pfarrei St. Michael in Sonthofen (Allgäu).

Vom 16. bis ins 19. Jahrhundert wurde auf der Salzstraße, von der ein Abschnitt durch das Tal führt, Salz von Hall in Tirol über den Jochpass in den Bodenseeraum transportiert. Um 1780 verlor die Salzstraße im Zuge des Ausbaus der Arlbergstraße an Bedeutung.

Am 17. September 1796 konnten im Tannheimer Tal französische Truppen besiegt werden. Seither wird dieser Tag jährlich mit einem Festgottesdienst, Prozession und einem anschließenden Fest gefeiert. 1894 wurde das Tal per Telegraph mit Reutte verbunden. 1899 wurde die Straße zwischen Vilsrain und der Landesgrenze ausgebaut, 1900 wurde die neue Jochstraße in Betrieb genommen. 1907 wurde die Ortsstelle Nesselwängle als eine der ersten Ortsstellen der Bergrettung in Österreich gegründet. Im Ersten Weltkrieg mussten aus dem gesamten Tannheimer Tal 486 Mann einrücken, von denen 118 nicht mehr zurückkehrten. 1918 machten deutsche Truppen auf dem Weg zur Südfront Halt im Tannheimer Tal. 1930 wurde das Tannheimer Tal vom Luftschiff Graf Zeppelin überflogen. Durch die Tausend-Mark-Sperre kam der Fremdenverkehr 1933 fast völlig zum Erliegen.

Impressionen 

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